Der Oster-Fernseh-Blues

Früher war alles besser – sogar Ostern. Na gut, es mag auch daran liegen, dass man als Schüler ganze zwei Wochen Ferien hatte, kein Vergleich zu dem schlappen doppelt-verlängerten Wochenende als Arbeitnehmer.

Egal, im letzten Jahrtausend gab es im Jahreslauf alle Jahre wieder drei zuverlässige Termine für geballte Fernsehhighlights: Weihnachten, Silvester und Ostern. Ein halbwegs aktueller Blockbuster jagte den nächsten und gab all jenen Gelegenheit, sich stundenlang vor die Mattscheibe zu verkrümeln, die mit den Feiertagen oder der besuchenden Verwandtschaft nichts anfangen konnten.

Und heute? Die effektvoll zusammengeschnittenen Filmvorschau-Jingles versuchen zu kaschieren, dass von den 5-6 ach so tollen Filmen mit Glück einer nicht innerhalb des letzten Jahres schon 2 mal gelaufen ist.

Karfreitag: Ob der depressiven Stimmung dieses Feiertags besonders beliebt sind keusche und günstige Altlizenzen, wie Sindbad-Filme aus den 60ern oder Jules-Verne-Verfilmungen. Dieses Jahr war es In 80 Tagen um die Welt mit Pierce Brosnan – inkl. Werbung schlanke 6 Stunden. Hatte ich Silvester schon gesehen. Oder war es Weihnachten? Wahlweise auch alte Filmperlen mit David Niven – Das Superhirn, zugegebenermaßen sehr genial – oder Gerd Fröbe wie Die mutigen Männer in ihren fliegenden Kisten. Der lief auch schon als ich 10 war , damals allerdings ohne Werbung im ZDF. Und Charlton Heston in Die 10 Gebote darf natürlich auch nicht fehlen. Wie jedes Jahr.

Samstag: Das vorhandene Material wird auch konsequent zweitverwertet. Wer Stolz und Vorurteil am Freitag verpasst hat, hat nach dem Einkaufen für die Ostertage eine zweite Chance. Guter Film, aber den hatte ich Weihnachten schon gesehen. Oder war es Silvester? Wenigstens ist Bundesliga.

Sonntag und Montag: Da wird es meist etwas unsakraler und familienkompatibler. Der Lektor hat noch keinen Blick ins Programm geworfen, aber hier seine Tipps: Am Nachmittag je ein nostalgischer Don Camillo- oder Miss Marple-Film und am Abend entweder Harry Potter oder Herr der Ringe. Überlange Mehrteiler sind an Multi-Feiertagen für die Sender seeehr praktisch. Mit Werbung reichen zwei Filme von 20:15 bis Mitternacht. Und am nächsten Tag ist dank der Wiederholung mit neuen Werbeblöcken der komplette Vormittag auch schon gerettet.

Allerdings wundert sich der Lektor, wer sich das eigentlich noch anschaut. Er hat sich mittlerweile ergeben und das oben zitierte Feiertagsprogramm komplett und werbefrei auf DVD – bis auf Harry Potter, da bevorzugt er die Bücher.

Genug gelästert. Die Sonne scheint und Das Motorrad wartet. Wer braucht da Fernsehen?

Ahnungslos im Internet

Im Internet steht angeblich alles und das auch noch kostenlos. Das ich nicht lache. Angeblich gibt es mittlerweile sogar Professoren, die ihren Studenten empfehlen, bei Wikipedia nachzuschauen, anstatt sich stundenlang durch Zeitschriftenjahrgänge in der Bibliothek zu wühlen.

Zugegeben, das klingt ja durchaus verlockend. Und für grundlegende Infos reicht Wikipedia auch völlig aus, aber die Seite leidet an der gleichen Krankheit wie alle Seiten im Netz: Die Inhalte sind nur so gut wie die Verfasser. Und nur so lange aktuell, wie sich jemand dafür interessiert und um die Einträge kümmert. Für jemanden, der ernsthaft wissenschaftlich arbeitet, also definitiv nicht ausreichend – das kann peinlich in der Prüfung werden.

Mit Webseiten ist es wie mit dem Weltraum-Müll: Da oben treiben jede Menge Trümmer von alten und kaputten Satelliten herum und gefährden die im Vergleich wenigen funktionierenden Geräte. Im Netz gibt es mittlerweile so viel Infomüll in Form ungepflegter Seiten und – noch gefährlicher – ungepflegter Einträge in ansonsten aktuellen Seiten, dass niemand mehr den Überblick behalten kann. Daraus folgt: Wirklich vertrauenswürdige Seiten sind selten und häufig nicht von Dauer.

Wie geht es Ihnen mit Bookmarks? Früher hat man noch mit dicken Bookmark-Ordnern geprahlt und damit gezeigt, dass man der Informationsflut Herr geworden und jede Info nur einen Mausklick entfernt ist. Bis es irgendwann so viele waren, dass man sich in den Tiefen der eigenen Lesezeichen-Struktur verlor und die Hälfte der Seiten ohnehin nicht mehr aktuell war.

Der Lektor hat heute im Schnitt 2-3 Browser auf jedem Rechner und je nach Einsatzzweck von Firefox, Safari und Opera überall ein paar Lesezeichen. Er nutzt das Internet jeden Tag im Schnitt 10 Stunden und auf wie vielen Seiten surft er durch die Gegend? Etwa 20 bis 30 pro Tag. Und auf wie vielen verweilt er länger als 10 Sekunden? Vielleicht 5. Also etwa genauso vielen, wie er früher Zeitschriftenabos hatte. Und die paar kann er sich merken.

A propos Perlen im Infomüll: Habe ich schon von unserem tollen World of Warcraft-Buch erzählt? Heute erhielt der Lektor von einem engagierten Spieler ein Exposé für ein WoW-Wörterbuch, das den MMORPG-Slang und die WoW-typischen Begriffe für Einsteiger verständlich machen wollte. Nette Idee, der Autor in Spe hatte sich viele Gedanken gemacht, aber anscheinend kannte er die Blizzard-eigenen Webseiten und Foren nicht. Unter http://forums.wow-europe.com/thread.html?topicId=16042168&sid=3 findet man 14 Seiten ausführliches Lexikon, vom Hersteller selbst betrieben und stets aktualisiert. Manchmal ist das Internet dann doch die vertrauenswürdigste Informationsquelle. Zumindest solange der Hersteller sein Produkt unterstützt.

Sie suchen nach einem Fazit? Das kann Der Lektor hier nicht liefern. Stattdessen vielleicht einen Rat: Glauben Sie nicht alles, was Sie im lesen – vor allem nicht im Internet. Schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein, prüfen Sie das Datum der Information bzw. der letzten Aktualisierung und googeln Sie manchmal nach markanten Textabschnitten. Sie werden staunen, wie oft Sie die Texte mehrfach finden. Manchmal ist dann auch die Originalquelle dabei. Und die ist – zumindest häufig – auch aktuell.

15 Tote die kein Gesetz hätte verhindern können

Ein depressiver Jugendlicher. Eine frei zugängliche Waffe. Das Resultat: 14 Morde und ein Selbstmord. 15 Familien in Agonie, Lehrer und Schüler einer Schule im kollektiven Schock, ein ganzes Land nimmt hilflos Anteil.

Selbst die Endzeit-Berichterstattung über die Finanzkrise hält inne und holt zwei Tage tief Luft, bevor sie mit neuer Wucht weiter Auflage mit der vermeintlichen Apokalypse des Kapitalismus macht.

Heute war Schweigeminute im Bundestag. Hätten die Herren Abgeordneten doch lieber weiter geschwiegen, denn an neuen Argumenten oder gar Lösungen zum Thema hatten sie nichts vorzuweisen. Stattdessen der übliche Aktionismus mit den üblichen Sündenböcken:

  1. Die Waffengesetze sind nicht scharf genug, bzw. deren Einhaltung wird nicht genügend kontrolliert. Letzteres klingt durchaus plausibel, immerhin. Aber an dieser Stelle mal eine Grundsatzfrage: Welcher Privatmann und Nicht-Jäger braucht zuhause einsatzfähige, großkalibrige Waffen und vor allem wozu? Kriegswaffensammler z.B. müssen ihren “Schätzen” die Schlagbolzen entnehmen, damit niemand dadurch zu Schaden kommt.
  2. Killerspiele gehören verboten. Ich frage mich, wie viele Tausende Schüler und Studenten, Polizisten, Krankenpfleger, Manager und Politiker am Vorabend der Untat Far Cry, Counterstrike, Call of Duty oder andere Ego-Shooter gespielt und am nächsten Tag gelernt, geschuftet und sogar Leben gerettet haben.

Der Lektor hat als Kind selbst mit Plastiksoldaten Krieg gespielt, als Jugendlicher stundenlang Castle Wolfenstein und Doom gezockt und hat genau gewusst, wo und wie er im Familienumfeld an eine geladene Schusswaffe herankommt. Und er hatte auch depressive Phasen, aber dazu das Glück da ohne ärztliche Hilfe wieder rauszukommen.

Tim K. war depressiv. Haben Sie in letzter Zeit versucht, bei einem Therapeuten einen Termin zu bekommen? 3-4 Wochen oder gar Monate Wartezeit sind die Regel. Haben Sie, ein Verwandter oder ein Freund sich mal als depressiv geoutet? Sie glauben gar nicht, wie viele Ihrer Bekannten auf einmal die Hand heben und sagen “Ich auch”.

Wir haben mehr als drei Millionen Depressionskranke in Deutschland und unsere ach so tolle Leistungsgesellschaft gebiert jeden Tag neue Patienten, die dem Druck in Arbeit, Schule und daheim einfach nicht mehr standhalten können.

Tim K. war depressiv. Und er hatte freien Zugang zu einer Waffe samt Munition. Normalerweise sind Depressive in erster Linie selbst gefährdet. Aber manchmal sind sie eben auch gefährlich. Daran wird kein Gesetz und kein Verbot jemals etwas ändern.

Der CeBIT-Fluch

Seit geraumer Zeit ist es jedes Jahr das gleiche Spiel: Man fährt nach Hannover auf die CeBIT, schaut sich um, ist enttäuscht, denkt an vermeintlich glorreiche und längst vergangene Zeiten und fragt sich, wie lange es die Messe noch gibt. Dann fährt wieder nach Hause und denkt darüber nach, ob man sich das Ganze  nächstes Jahr wieder antun sollte oder nicht. Um dann doch wieder hinzugondeln. Aber erstmal die finale Pressemitteilung abwarten, die Systems hat sich ja auch schon erledigt.

Was war dieses Jahr besonders frustrierend? Der Lektor hat die Consumerbrille aufgesetzt und sich auf die Jagd auf – nein, die Fahndung nach interessanten Technologien für den Normalo-Tekkie begeben. Die ersten Hallen strotzten vor dreibuchstabigen Abkürzungen: ERP, CRM, CMS, ECM. Alles Business-Kram. Eine Beobachtung am Rande: vieles wurde auf 24′-iMacs präsentiert und auf den meisten lief Windows Vista.

Danach kamen die ehemals heiligen Hardware-Hallen. Früher herrschte hier eine Stimmung wie auf der Games Convention (die es ja nicht mehr gibt): Hunderte drängten sich um die Stände der renommierten Hersteller, um einen Blick auf die neueste Grafikkarte, den neuesten Prozessor oder das neueste Mainboard zu werfen. Und heute? Der Lektor war zwei Hallen lang der einzige Europäer in Sichtweite und hatte das Gefühl, auf einer Messe in Shanghai oder sonstwo in Fernost zu sein. Es herrschten zwei Dinge vor: gebrochenes Englisch und gähnende Leere.

Gut, es war ein Mittwochnachmittag, aber trotzdem: vor wenigen Jahren hätte man sich durch Reihen von schwitzenden Jugendlichen drängen müssen und dabei den Anzug verknautscht, das Problem gab es diesmal nicht. Selbst in der intelgesponsorten Games-Halle, in der blass- und pickelgesichtige Schattenwesen die Continental Finals Europe von Counter-Strike und World of Warcraft spielten, war nicht viel los. Und das um 15:00!

Mein persönlicher Gradmesser für den Zustand einer Messe sind die Giveaways. Ich habe sage und schreibe 15 (!!!) Minuten gebraucht, bis ich einen Kugelschreiber erbeuten konnte. Hallo? Früher hatte man nach drei Minuten mindestens fünf Kugelschreiber in jeder Körperöffnung stecken, ob man wollte oder nicht. Immerhin, die Giveaway-Flaute hat dazu geführt, dass unser Kundenpräsent  - die halbe Auflage eines kleinen Buches zu einem RAW-Converter von uns samt Testversion – restlos unter die Leute kam. Man höre und staune: Ein Buch!

Und ewig lockt der Update-Button…

Updaten in WordPress ist enorm komfortabel: Sobald eine neue Version von WP bereit steht, erscheint eine Schaltfläche, man klickt drauf, hält kurz die Luft an, macht nach 10 Sekunden die zugekniffenen Augen wieder auf, und – es hat geklappt. Na gut, es war ein 0.0.1-Update, aber immerhin, Respekt.

Aber der Bequemlichkeit nicht genug. Hat man Plugins installiert, erscheint neben dem WP-Menüpunkt “Plugins” ein roter Kreis mit der Zahl der updatefähigen Zusatztools. Die Aktualisierung verläuft genauso unspektakulär einfach wie bei WordPress selbst: Ein Klick, automatischer Upload der Daten inkl. Reanimation des Plugins und fertig. Bekommt man eine ältere WP-Installation vor die admin-Flinte kann man da schon ne Weile beschäftigt sein. Und bislang auch hier, keine Probleme. Die Jungs, die das pflegen, sind verdammt ordentlich.

Und wie läuft das bei Themes? Anscheinend nicht so einfach, da gibt’s keinen Update-Button, nur einen Hinweis auf eine neue Version. Kein Wunder,  in den Themes schraubt man am meisten herum und ein unüberlegtes Update bügelt vermutlich alle Anpassungen auf einen Schlag wieder weg.

Da wird Der Lektor vorsichtig und lässt es erstmal bleiben. Immerhin hat er erst vor wenigen Minuten herausgefunden, wie die Beitragsüberschriften “entkapitalisiert” in einer CSS-Datei werden konnten. Und das soll so bleiben.

Website-Bilder: Entweder war es früher einfacher oder ich bin doof

Die Frage in der Überschrift ist ehrlich gemeint und nicht rhetorisch! Klar: In WordPress gibt es eine eigene Multimedia-Datenbank. Schick. Und da lädt man seine Bilder, Filmchen usw. brav rein und kann sie dann Beiträgen zuweisen. Keine Redundanz, nette Bedienoberfläche, Metadateneingabe, alles prima.

Aber was, wenn ich einfach nur zwei Bilder neben- und nicht untereinander stellen will? Ich habe jetzt eine Stunde rumprobiert und dabei eigentlich nur die Wiederherstellen-Funktion von WordPress kennen- und schätzen gelernt.

Selbst die HTML-Bearbeitung hilft nur schwerlich weiter. WordPress baut nicht einfach ein <img>-Tag ein (das waren noch Zeiten!), sondern ein nicht ganz unkompliziertes caption-Konstrukt, was zwar wunderbar die ganzen Metainformationen einbaut, aber im Code-Handling doch etwas sperrig ist. Außerdem kann es ja nicht die Lösung sein, das jedes Mal zu Fuß umzubauen.

Für Ratschläge ist Der Lektor dankbar.

Ohne HTML geht es doch nicht! Und warum das ganz gut so ist.

Meine letzte Website hatte ich vor gefühlten 723 Jahren noch per Texteditor mit HTML gebaut und mich dabei stundenlang mit Tabellen herumgeschlagen. Anders konnte man Inhalte ja nicht vernünftig positionieren! CSS war da schon ein Revolution: eine Datei geändert und schon die Optik der ganzen Website geändert. Klasse!

Jetzt, Jahre später, spiele ich ein bisschen mit WordPress rum und habe nach vier Stunden Gefrickel und zweieinhalb Bier eine dermaßen saubere Seite stehen, dass ich damit vor 10 Jahren vermutlich eine Aktiengesellschaft hätte gründen und teuer an irgendeinen irren Geldgeber verkaufen können.

Das ist effizient und praktisch, aber jetzt mal ganz ehrlich: Wo bleibt denn da der Sport? Früher warst du ein cooler Hecht, wenn du mit SelfHTML und dem passenden Buch von Franzis HTML sprechen gelernt und eine Website mit drei Frames hingestellt hast. Dann per Photoshop ein paar mehr oder weniger ansehnliche Buttons samt MouseOvers dazu gebaut und schon rollte der Rubel.

Und heute? Vermag da wirklich jeder Depp, der einen FTP-Client bedienen und bis drei zählen kann, eine tolle Website bauen? Hinstellen kann er sie schon, ja. Aber sobald er ein wenig vom vorgegebenen Standard abweicht, ist er ohne HTML & Co schnell am Ende.

Konkretes Beispiel: Gestern habe ich ein englisches WordPress-Theme installiert. Schaut super aus (finde ich), aber alle automatisch erzeugten Überschriften und Texte sind Englisch. Also ist Lokalisieren angesagt. So gilt es erst einmal herauszufinden, mit welchen PHP-Skripten welche Seitenbausteine erzeugt werden. Das gelingt ganz gut, wenn man sich den Quelltext der Seite anschaut und mit den im Darstellungseditor von WP aufgelisteten Skripten vergleicht.

Voraussetzung: Man versteht den Quelltext und kann die gesuchten Textstellen in den PHP-Skripten a) finden und b) umbauen, ohne die Seite zu zerschießen. Also: Ohne HTML-, CSS- und Skript-Know-how geht halt doch nicht wirklich viel. Gut so, so wird der Hecht von damals doch nicht zum altersgreisen Karpfen – auch wenn in dem Teich mehr los ist als früher.

Und wenn man grad am coden ist, sind Bücher immer noch die schnellsten Referenzen. Und das sind die beiden wichtigsten:

  1. Das HTML Handbuch von Stefan Münz
  2. PHP 5/MySQL 5 von Matthias und Caroline Kannengiesser
Das HTML-Handbuch

Das HTML-Handbuch

 

PHP 5 / MySQL 5

PHP 5 / MySQL 5

Themes und Plugins: Fluch, Segen oder beides?

Als erstes: Danke! Für den ersten Kommentar zu einem Beitrag Des Lektors. Und er hat sogar was gebracht, dieser Kommentar. Ab sofort nutze ich einen FTP-Client, der auch meinen Mac versteht: Cyberduck. Juhu!

Die Konsequenz? DerLektor konnte sich nicht beherrschen und hat zwei Plugins und ein Theme fehlerfrei upgeloadet – alles ganz einfach. Und jetzt? Das Sicherheits-Plugin WP Security Scan  prüft die Sicherheit der Website und will, dass ich irgendwelche Tabellen in der SQL-Datenbank umbenenne. Oder so ähnlich. Das ist erstmal aufs Wochenende verschoben – falls ich mich dann noch daran erinnere.

Das All in One SEO Pack verspricht bessere, nein, optimale Findbarkeit in Suchmaschinen. Tja, mal sehen, noch war der Google-Spider noch nicht wieder da. Und wenn’s gut klappt, wird sich mein Provider schon melden und Nachgebühren für zu hohen Datentransfer verlange. Aber ich bin nicht wundergläubig…

Und dann das Offensichtliche:  Ein neuer Anzug für die Seite namens Magazine Basic. Sehr zeitungsmäßig und schick. Nur generiert das Ding automatisch Teasertexte und wirft dort die – automatisch erzeugten – Smiley-Grafiken wirr durch die Gegend. Außerdem fangen alle Worte in den Titeln jetzt mir Großbuchstaben an und alles mögliche ist mit englischen Begriffen betitelt.

Also der zweite Job fürs Wochenende: Rauskriegen, ob und wo ich das anpassen kann. Oder doch lieber ein neues Theme finden und ausprobieren? Verführerisch, es lässt sich ja sooo leicht ausprobieren. Mal sehen, was dann nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

So wird der Segen der ultraeinfachen Implementierung leicht zum Fluch. Die Antwort auf die Titelfrage lautet also ganz klar: beides!

Gemeinsamkeiten zwischen WordPress und World of Warcraft

Ok, einiges ist offensichtlich. Beides findet im Internet statt und beides wird – von Privatpersonen – meist zum Zeitvertreib betrieben.

Und für beides gilt: Am Anfang sieht man genauso aus wie alle anderen. Der Blog kommt nach der Standardinstallation so daher wie hunderte Andere und in World of Warcraft (WoW) kann man sich als Spielfigur aussuchen, wen man will – es rennen im Startgebiet immer mindestens ein Dutzend andere Leute rum, die genauso aussehen wie man selbst. Blöd.

Also beginnt der Wettlauf zur Individualität. In WoW ergibt sich das glücklicherweise durch die vielfältigen Ausrüstungsgegenstände mehr oder weniger automatisch, das haben die Spielemacher gut umgesetzt. Und bei WordPress? Da hilft es nichts, man muss Entscheidungen treffen. Es stehen – Stand 8.2.2009 – schlanke 593 Themes und 4.132 Plugins zur Auswahl.

Tja, was tun, sprach Zeus? Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man ergibt sich der Übermacht der Möglichkeiten, scheißt auf die hochheilige Individualität und versucht durch sensationelle Inhalte zu überzeugen, oder man ist kein Weichei, krempelt die Ärmel hoch und wühlt sich durch das Angebot. Individualität ist hier installierbar, wo gibt es das schon?

Also: Augen auf und durch. Erstmal ein Glas Wein holen, ein paar Stunden sichten und sich – besser am nächsten Tag – beim Upload und Konfigurieren versuchen. Mal sehen, wie dieser Blog Ende der Woche aussieht. Ich mache sicherheitshalber ein paar Screenshots, um mich später zu erinnern wie der Anfang einmal war.

Und jetzt spiele ich erstmal meinen Todesritter weiter ;-)

Das virtuelle Leben des Lektors beginnt. Mit drei Stunden Verspätung!

WordPress einrichten ist einfach, 5 Minuten reichen aus. Warum dann die Verspätung? Weil die Kombination von FileZilla und dem Hoster dieser Seite ein Duo Infernale ist. Oder jemand eine Random-Funktion in die FTP-Übertragung eingebaut hat. Mistkerl.

Aber: Nach drei Stunden war a) die Diagnose erstellt, dass diverse Dateien und Verzeichnise beim Upload nicht übertragen wurden und b) jedes Verzeichnis manuell auf Vollständigkeit geprüft und – hoffentlich – endlich komplett hochgeladen.

Die 5 Minuten hätten also bestimmt gereicht oder etwa nicht? Mich würde interessieren, wie viele WordPress-Installateure es in dieser Zeit tatsächlich geschafft haben…