Und ewig lockt der Update-Button…

Updaten in WordPress ist enorm komfortabel: Sobald eine neue Version von WP bereit steht, erscheint eine Schaltfläche, man klickt drauf, hält kurz die Luft an, macht nach 10 Sekunden die zugekniffenen Augen wieder auf, und – es hat geklappt. Na gut, es war ein 0.0.1-Update, aber immerhin, Respekt.

Aber der Bequemlichkeit nicht genug. Hat man Plugins installiert, erscheint neben dem WP-Menüpunkt „Plugins“ ein roter Kreis mit der Zahl der updatefähigen Zusatztools. Die Aktualisierung verläuft genauso unspektakulär einfach wie bei WordPress selbst: Ein Klick, automatischer Upload der Daten inkl. Reanimation des Plugins und fertig. Bekommt man eine ältere WP-Installation vor die admin-Flinte kann man da schon ne Weile beschäftigt sein. Und bislang auch hier, keine Probleme. Die Jungs, die das pflegen, sind verdammt ordentlich.

Und wie läuft das bei Themes? Anscheinend nicht so einfach, da gibt’s keinen Update-Button, nur einen Hinweis auf eine neue Version. Kein Wunder,  in den Themes schraubt man am meisten herum und ein unüberlegtes Update bügelt vermutlich alle Anpassungen auf einen Schlag wieder weg.

Da wird Der Lektor vorsichtig und lässt es erstmal bleiben. Immerhin hat er erst vor wenigen Minuten herausgefunden, wie die Beitragsüberschriften „entkapitalisiert“ in einer CSS-Datei werden konnten. Und das soll so bleiben.

Website-Bilder: Entweder war es früher einfacher oder ich bin doof

Die Frage in der Überschrift ist ehrlich gemeint und nicht rhetorisch! Klar: In WordPress gibt es eine eigene Multimedia-Datenbank. Schick. Und da lädt man seine Bilder, Filmchen usw. brav rein und kann sie dann Beiträgen zuweisen. Keine Redundanz, nette Bedienoberfläche, Metadateneingabe, alles prima.

Aber was, wenn ich einfach nur zwei Bilder neben- und nicht untereinander stellen will? Ich habe jetzt eine Stunde rumprobiert und dabei eigentlich nur die Wiederherstellen-Funktion von WordPress kennen- und schätzen gelernt.

Selbst die HTML-Bearbeitung hilft nur schwerlich weiter. WordPress baut nicht einfach ein <img>-Tag ein (das waren noch Zeiten!), sondern ein nicht ganz unkompliziertes caption-Konstrukt, was zwar wunderbar die ganzen Metainformationen einbaut, aber im Code-Handling doch etwas sperrig ist. Außerdem kann es ja nicht die Lösung sein, das jedes Mal zu Fuß umzubauen.

Für Ratschläge ist Der Lektor dankbar.

Ohne HTML geht es doch nicht! Und warum das ganz gut so ist.

Meine letzte Website hatte ich vor gefühlten 723 Jahren noch per Texteditor mit HTML gebaut und mich dabei stundenlang mit Tabellen herumgeschlagen. Anders konnte man Inhalte ja nicht vernünftig positionieren! CSS war da schon ein Revolution: eine Datei geändert und schon die Optik der ganzen Website geändert. Klasse!

Jetzt, Jahre später, spiele ich ein bisschen mit WordPress rum und habe nach vier Stunden Gefrickel und zweieinhalb Bier eine dermaßen saubere Seite stehen, dass ich damit vor 10 Jahren vermutlich eine Aktiengesellschaft hätte gründen und teuer an irgendeinen irren Geldgeber verkaufen können.

Das ist effizient und praktisch, aber jetzt mal ganz ehrlich: Wo bleibt denn da der Sport? Früher warst du ein cooler Hecht, wenn du mit SelfHTML und dem passenden Buch von Franzis HTML sprechen gelernt und eine Website mit drei Frames hingestellt hast. Dann per Photoshop ein paar mehr oder weniger ansehnliche Buttons samt MouseOvers dazu gebaut und schon rollte der Rubel.

Und heute? Vermag da wirklich jeder Depp, der einen FTP-Client bedienen und bis drei zählen kann, eine tolle Website bauen? Hinstellen kann er sie schon, ja. Aber sobald er ein wenig vom vorgegebenen Standard abweicht, ist er ohne HTML & Co schnell am Ende.

Konkretes Beispiel: Gestern habe ich ein englisches WordPress-Theme installiert. Schaut super aus (finde ich), aber alle automatisch erzeugten Überschriften und Texte sind Englisch. Also ist Lokalisieren angesagt. So gilt es erst einmal herauszufinden, mit welchen PHP-Skripten welche Seitenbausteine erzeugt werden. Das gelingt ganz gut, wenn man sich den Quelltext der Seite anschaut und mit den im Darstellungseditor von WP aufgelisteten Skripten vergleicht.

Voraussetzung: Man versteht den Quelltext und kann die gesuchten Textstellen in den PHP-Skripten a) finden und b) umbauen, ohne die Seite zu zerschießen. Also: Ohne HTML-, CSS- und Skript-Know-how geht halt doch nicht wirklich viel. Gut so, so wird der Hecht von damals doch nicht zum altersgreisen Karpfen – auch wenn in dem Teich mehr los ist als früher.

Und wenn man grad am coden ist, sind Bücher immer noch die schnellsten Referenzen. Und das sind die beiden wichtigsten:

  1. Das HTML Handbuch von Stefan Münz
  2. PHP 5/MySQL 5 von Matthias und Caroline Kannengiesser
Das HTML-Handbuch
Das HTML-Handbuch

 

PHP 5 / MySQL 5
PHP 5 / MySQL 5

Themes und Plugins: Fluch, Segen oder beides?

Als erstes: Danke! Für den ersten Kommentar zu einem Beitrag Des Lektors. Und er hat sogar was gebracht, dieser Kommentar. Ab sofort nutze ich einen FTP-Client, der auch meinen Mac versteht: Cyberduck. Juhu!

Die Konsequenz? DerLektor konnte sich nicht beherrschen und hat zwei Plugins und ein Theme fehlerfrei upgeloadet – alles ganz einfach. Und jetzt? Das Sicherheits-Plugin WP Security Scan  prüft die Sicherheit der Website und will, dass ich irgendwelche Tabellen in der SQL-Datenbank umbenenne. Oder so ähnlich. Das ist erstmal aufs Wochenende verschoben – falls ich mich dann noch daran erinnere.

Das All in One SEO Pack verspricht bessere, nein, optimale Findbarkeit in Suchmaschinen. Tja, mal sehen, noch war der Google-Spider noch nicht wieder da. Und wenn’s gut klappt, wird sich mein Provider schon melden und Nachgebühren für zu hohen Datentransfer verlange. Aber ich bin nicht wundergläubig…

Und dann das Offensichtliche:  Ein neuer Anzug für die Seite namens Magazine Basic. Sehr zeitungsmäßig und schick. Nur generiert das Ding automatisch Teasertexte und wirft dort die – automatisch erzeugten – Smiley-Grafiken wirr durch die Gegend. Außerdem fangen alle Worte in den Titeln jetzt mir Großbuchstaben an und alles mögliche ist mit englischen Begriffen betitelt.

Also der zweite Job fürs Wochenende: Rauskriegen, ob und wo ich das anpassen kann. Oder doch lieber ein neues Theme finden und ausprobieren? Verführerisch, es lässt sich ja sooo leicht ausprobieren. Mal sehen, was dann nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

So wird der Segen der ultraeinfachen Implementierung leicht zum Fluch. Die Antwort auf die Titelfrage lautet also ganz klar: beides!

Gemeinsamkeiten zwischen WordPress und World of Warcraft

Ok, einiges ist offensichtlich. Beides findet im Internet statt und beides wird – von Privatpersonen – meist zum Zeitvertreib betrieben.

Und für beides gilt: Am Anfang sieht man genauso aus wie alle anderen. Der Blog kommt nach der Standardinstallation so daher wie hunderte Andere und in World of Warcraft (WoW) kann man sich als Spielfigur aussuchen, wen man will – es rennen im Startgebiet immer mindestens ein Dutzend andere Leute rum, die genauso aussehen wie man selbst. Blöd.

Also beginnt der Wettlauf zur Individualität. In WoW ergibt sich das glücklicherweise durch die vielfältigen Ausrüstungsgegenstände mehr oder weniger automatisch, das haben die Spielemacher gut umgesetzt. Und bei WordPress? Da hilft es nichts, man muss Entscheidungen treffen. Es stehen – Stand 8.2.2009 – schlanke 593 Themes und 4.132 Plugins zur Auswahl.

Tja, was tun, sprach Zeus? Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man ergibt sich der Übermacht der Möglichkeiten, scheißt auf die hochheilige Individualität und versucht durch sensationelle Inhalte zu überzeugen, oder man ist kein Weichei, krempelt die Ärmel hoch und wühlt sich durch das Angebot. Individualität ist hier installierbar, wo gibt es das schon?

Also: Augen auf und durch. Erstmal ein Glas Wein holen, ein paar Stunden sichten und sich – besser am nächsten Tag – beim Upload und Konfigurieren versuchen. Mal sehen, wie dieser Blog Ende der Woche aussieht. Ich mache sicherheitshalber ein paar Screenshots, um mich später zu erinnern wie der Anfang einmal war.

Und jetzt spiele ich erstmal meinen Todesritter weiter ;-)